Krisenvorsorge Lebemsmittel

Tipps rund um die Notvorsorge

Lebensmittel in der Krisenvorsorge

Warum sollte ich einen Notvorrat anlegen?

Fast täglich sind in den Nachrichten Meldungen über Katastrophen, Unfälle, Hochwasser sowie Stromausfälle zu vernehmen. Eines dieser Ereignisse kann jederzeit jeden ohne Vorankündigung treffen. Es ist kaum vorstellbar, dass Trinkwasser und Lebensmittel einmal nicht ständig verfügbar sein könnten. Da reicht schon ein Hochwasser, das die Straßen unpassierbar macht oder eine Lawine den Ort von der Außenwelt abschneidet.

Wir sind in der glücklichen Lage, über ein gut funktionierendes Verteilersystem aller wichtigen Verbrauchsgüter und Lebensmittel zu verfügen. Der Einzelhandel wird täglich mit frischer Ware beliefert – das erspart die kostspielige Lagerhaltung. Doch leider ist dieses System äußerst störanfällig. Stromausfälle, Computerausfälle oder unpassierbare Straßen lassen den Warenfluss schnell zum Erliegen kommen.

Deswegen sollte jeder Haushalt einen Mindestvorrat an Trinkwasser und Lebensmitteln für 2 Wochen gelagert haben, die auch ohne Kühlung nicht verderben. Die gelagerten Lebensmittel sollten auch bei Ausfall von Strom/Gas kalt gegessen werden können. Der Mensch kann einige Wochen ohne Nahrung auskommen aber nur 3 Tage ohne Wasser. Eine ausreichende Menge Wasser/Fruchtsäfte sollte zu jedem Notvorrat gehören.

Es sollten nur Getränke und Lebensmittel eingelagert werden, die den üblichen Essgewohnheiten entsprechen und langfristig oder unbegrenzt haltbar sind. Die Lebensmittel sollten möglichst trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden. Die meisten Lebensmittel sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Falls nicht können Sie mit einem Stift die Lebensmittel mit dem Einkaufsdatum beschriften. Neugekaufte Vorräte sollten im Regal nach hinten gestellt werden und die älteren Lebensmittel aufgebraucht werden. So kann sichergestellt werden, dass der Notvorrat nicht altert bzw. schlecht wird.

Notverpflegung NRG-5

Notverpflegung NRG-5

Pro Person und Tag sollten 3 Liter Flüssigkeit eingelagert werden. Es darf auch etwas mehr sein. Wasser in Glasflaschen ist PET-Flaschen vorzuziehen, es empfiehlt sich ebenso einen entsprechenden Wasserfilter zu erwerben. Es empfiehlt sich reichlich Dosenkonserven in den Notvorrat aufzunehmen. Im Krisenfall sind diese Vorräte auch kalt verzehrbar. Dosenbrot ist eine gute Empfehlung, da es lange haltbar und nach Jahren noch genießbar ist. Weiterhin sollten Marmelade, Brotaufstrich, Honig, Dosenfisch, Nudeln, Reis, Fertigsoßen, Fleisch und Wurst in Dosen, Trockenfrüchte, Dosenfrüchte, Kaffee, Tee, Kakao, Milch und Süßigkeiten in den Notvorrat aufgenommen werden. Wer selbst backt, kann ausreichend Backzutaten einlagern. Dieser 2-Wochen Notvorrat kann auch jederzeit erweitert werden um auch eine längere Krise besser überstehen zu können. Je nach Lagerort (Keller oder Speisekammer) sind nach oben alle Grenzen offen.

Wenn man realistisch bleiben will, muss man sich eingestehen – nur die Wenigsten haben genug Geld und Platz sich Vorräte für mehrere Monate anzulegen. Besonders frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse gehören zu den wichtigsten Bestandteilen einer gesunden Ernährung. In unseren Gegenden ist es ohne Probleme möglich, selbst Obst und Gemüse anzubauen. Ein kleiner Garten hinterm Haus oder ein Schrebergarten kann hier schon sehr hilfreich sein. Sogar auf dem Balkon oder Fensterbrett lassen sich viele Dinge verwirklichen. Vergessen Sie nicht, Dünger und Saatgut einzulagern.

Bei der Lagerung von Lebensmitteln muss noch die Möglichkeit von Schädlingsbefall einkalkuliert werden. Milben, Motten, Ratten, Mäuse usw. können zum Problem werden. Verpackungen aus Pappe und Papier sowie Plastiktüten sind in diesem Fall nicht geeignet.

Lebensmittel zur Bevorratung sollten noch extra durch geschlossene Plastikkisten oder Fässer geschützt werden. Verschlossene Gläser und Konservendosen sind diesbezüglich sicher. Wenn Sie einen Garten haben, sollten Sie sich auch mit dem Einmachen von Lebensmitteln beschäftigen. Die Tiefkühltruhe kann auch einmal nicht mehr funktionieren – auch wenn es zu längeren Stromausfällen kommt.

Zusammenfassend kann man sagen – jeder Haushalt sollte für mindestens 2 Wochen Vorräte an Trinkwasser und Lebensmitteln zu Hause haben. Je mehr umso besser. Eine Krise oder Notfall kündigt sich meistens nicht vorher an. Deshalb ist es entscheidend noch heute mit der Krisenvorsorge anzufangen – denn morgen kann es schon zu spät sein.